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Cherrypicker Card

 

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Nach der Betriebssicherheitsverordnung und den Unfallverhütungsvorschriften muß der Bediener einer Hubarbeitsbühne seine Befähigung nachweisen. Zur Erlangung eines Nachweises bieten die Berufsgenossenschaften und private Institute Kurse mit entsprechenden Prüfungen an.

Seit 2012 auch der BVB.

Anfang Juni 2012 hat der BVB den ersten Kurs „Sicherer Umgang mit Hubarbeitsbühnen“ gem. BGG 966 in Hamburg durchgeführt. Es folgten weitere Seminare in Berlin, München und Köln. 101 Kolleginnen und Kollegen haben die Ausbildung erfolgreich absolviert (Stand 2/2014) und erhielten die Bundesweit anerkannte Cherrypicker Card als Nachweis ihrer Qualifikation.

Weitere Kurse können in Eurer Nähe organisiert werden. Meldet Euch beim BVB hier.

 

Ausbildung für Bediener von Hubarbeitsbühnen gem. DGUV Grundsatz 308-008 (ehemals BGG/GUV-G 966) durch den BVB                               

Zielsetzung

Unsere Ausbildung vermittelt unseren Kollegen den sicheren Umgang mit Hubarbeitsbühnen (HAB). Hierzu gehört die Entwicklung des nötigen Problem- (Gefahren-) Bewustseins, wie auch die Kenntnis der physikalischen Zusammenhänge und der Wirkungsweise der in den Geräten verbauten Technik. Unsere Ausbildung erfüllt den durch die BGs gesetzten Standart und damit die Vorschriften der DGUV G 966. Darüber hinaus gehen wir auf die speziellen Einsatzbereiche von Hubarbeitsbühnen in der Filmproduktion und Veranstaltungstechnik ein. Damit erreichen wir auch in diesem Bereich einen sicheren Betrieb der Geräte. Durch unsere Ausbildung werden die Kollegen in der Lage sein, Entscheidungen über den Einsatz in Grenzbereichen mit der nötigen technischen und rechtlichen Sicherheit zu treffen.

Theorie-Block

Der Theorie-Unterricht ist in die unten aufgeführten Blöcke unterteilt und findet an einem Tag statt. Der Zeitaufwand hat sich nach acht abgehaltenen Kursen als ca. 8 Stunden herausgestellt. Aufgrund des Umfangs der zu vermittelnden Inhalte kann der Theorie-Block als komprimiert bezeichnet werden. In didaktisch aufeinander aufbauenden Blöcken arbeiten wir mit Powerpoint Präsentationen und weiteren Medien, teilweise werden Zusammenhänge am Filpchart erarbeitet. Erfahrungen der Teilnehmer, deren Einlassungen und Fragen gehören zum Konzept und führen zu praxisrelevanten Unterichtserfahrungen.

Praxis-Block

Für die Ausbildung am Gerät stehen uns die drei Grund-Typen, Scheren-HAB, LKW-HAB und selbst fahrende Gelenk-Teleskop-HAB zur Verfügung. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit alle drei Typen selbst zu bedienen. Unterweisungen und Übungen (z.B.Not-Abstieg) werden in Kleingruppen durchgeführt.

Dozenten/Trainer

Klaus Pahl (BVB), Meister für Veranstaltungstechnik, Trainer für Bediener von Hubarbeitsbühnen gem. BGG 966

Axel D.Berger (BVB), Meister für Veranstaltungstechnik, Trainer für Bediener von Hubarbeitsbühnen gem. BGG 966, Sachkundiger PSAgA gem. BGG 906, Seilzugangstechniker (FISAT L2)

 

Ablauf- und Rahmenplan

 

1. Begrüßung der Teilnehmer

Vorstellungsrunde mit der Bitte, über persönliche Erfahrungen mit Hubarbeitsbühnen (HAB) zu berichten.

 

2. Arbeitsschutz und Arbeitschutzorganisation

Gesetzlicher Arbeitsschutz; GG, ArbschG, BetrSichV, ProdSG, 9.ProdSV (MaschVO).

Die UVVs und die Unfallversicherung der Arbeitnehmer, Systematik der UVVs.

Gegenüberstellung BGV A1 / ArbschG.

Gefährdungsbeurteilung

Betriebliche Organisation, Pflichtenübertragung, Verantwortlichkeiten.

Arbeitnehmerhaftung; Definition von Fahrlässigkeit.

 

3. HAB-Typen

Möglichkeiten, Grenzen, Gerätespezifische Gefahren.

STVO-Führerscheine

 

4. Technik

Statik; Lasten, Momente, (Kipp-) Stabilität, Windlast.

Überwachungs- und Steuerorgane; Lastmessung und  -Begrenzug, LMB, Niveau.

Interpretation des Lastdiagramms, der Betriebsanleitung und Typenschilder, Übernahme von Lasten.

Steuerung (Oben/Unten), Notaus, Resett, Not-Ablass.

Prüfungen; täglich, jährlich, besondere Prüfungen, Prüfbuch.

 

5. Prüfung einer HAB vor jeder Benutzung (tägl.Prüfung)

Einweisung des Bedieners, Einweisung einer zweiten Person (Notaus, Notablass).

Sichtprüfung, Funktionsprüfung, Prüfung Notaus, LMB u.a. Überwachungsorgane, Abstützung, Testfahrt. (Wiederholung im Praxisblock)

Notablassverfahren, Wetter, Rettungskette.

 

6. Verkehrswege, Umgebung

Absicherung der Umgebung, des Fahrweges.

Gefahren des Einbrechens, des Verhakens.

Strassenverkehr; Grundsätzliches, Veratwortliche, Verkehrsrechtliche Anordnung, Wanderbaustelle.

 

7. Abstützen

Grundsätzliches; Stützlast, Bodenverhältnisse, Bodenpressung

Ermitteln (Berechnen) der maximalen Stützlast und der zul. Bodenpressung.

Ermitteln (Berechnen) der nötigen Fläche der Stützplatten.

Üben der Berechnungen an Beispielen.

Interpretation des Last-Diagramms.

Fehler, Gefahren, Unfall-Beispiele

(Wiederholung im Praxisblock)

 

8. Persönliche Schutz Ausrüstung (PSA), PSA gegen Absturz (PSAgA)

Was ist PSA/PSAgA, warum PSAgA bei der Benutzung von HAB.

Das System PSAgA; Gurte, Verbindungsmittel, Anschlagpunkte.

Auswahl von PSAgA Systemen, Prüfungen, Nutzungsdauer, Ablegekriterien.

Einsatz von PSAgA.

Im Praxisblock: Prüfung vor Benutzung, praktische Übungen.

 

8.1. Technische Rettung, Erste Hilfe

Notruf, techn.Rettung, Rettungskette.

Hängetrauma; Ablaufschema, Zeitproblem, Ersthilfe bei Hängetrauma.

Im Praxisblock: Technische Rettung einer Person aus dem Auffanggurt.

 

9. Stand- Kipp- Stabilität, Windlast

Modelbetrachtungen von Kräften die ein Kippen verursachen und der stabilisiernden Kräfte.

Gewichtskraft, Störkraft, Hebel und Drehmomente.

Windlast; Auswirkungen, Berechnung der Windlast.

Rechnerischer Standsichheitsnachweis am einfachen Model.

Betrachtung der an einer HAB wirkenden Kräfte.

 

10. Fachgespräch

Einsatz von HAB in der Veranstaltungstechnik und Filmproduktion.

Bestimmungsgemäße Benutzung, Grenzen, Möglichkeiten.

 

11. Prüfung gem. BGG 966

12. Abschlussgespräch

13. Feedbackrunde

 

Zweiter Tag: Praxis, Unterweisungen und Übungen an folgenden Geräten:

LKW- Hubarbeitsbühne

Scheren- Hubarbeitsbühne

Selbstfahrende- Gelenk- Teleskophubarbeitsbühne

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