*** Pressemitteilung ***

Die amerikanische Filmgewerkschaft IATSE (International Alliance of Theatrical Stage Employees) befindet sich in einer zähen Tarifverhandlungsrunde mit der AMPTP (Alliance of Motion Picture and Television Producers).
Ohne zu sehr in die Einzelheiten zu gehen, handelt es sich hier um die gleichen Probleme und Sorgen mit denen wir, die freischaffenden Filmschaffenden in Deutschland, täglich konfrontiert sind.

Extrem lange Drehtage, 6- und 7-Tage Arbeitswoche, nicht ausreichende bzw. nicht eingehaltene Ruhepause und Wochenendpause.
Diese Probleme gibt es in der Tat nicht nur in Amerika und Deutschland, sondern auch in allen Film- und Fernsehproduzierenden Ländern. Wie wir auch alle wissen, es wird mehr gedreht als je zuvor.
Entsetzlich viele amerikanische Produktionen zeigen nicht das geringste Interesse, unsere Brüder und Schwestern respektvoll zu behandeln, honorieren, oder schützen.

Die betroffene Gewerkschaft „Locals“ sind die 13 West Coast IATSE Locals, die unter den sog. „Basic Agreement“ arbeiten, u. a. IATSE Local 80 (Studio Grips & Craft Services), IATSE Local 728 (Studio Electrical Lighting Technicians) und IATSE Local 600 (International Cinematographers
Guild). Local 600 ist vielleicht für uns am interessantesten, denn die meisten amerikanische DOPs (und USA-basierte DOPs und Kamerapersonal) sind Mitglieder dieses Landesweit aktiven Locals.

Wir unterstützen unsere Brüder und Schwester in der IATSE: Das sollte selbstverständlich sein. Ihr Kampf ist unser Kampf. Praktisch gibt es wenig, was wir direkt tun können, denn es geht um Verträge und Arbeitsvereinbarungen die uns nicht direkt betreffen. Es wird sicherlich Unterschriftsaktionen geben, und möglicherweise werden International Produktionen betroffen sein.

Am Samstag haben sich die Tarifpartner auf Vertragsbedingungen geeinigt. Diese sind allerdings, laut Social Media, bei den Gewerkschaftsmitgliedern nicht sonderlich gut angekommen. Ein Vertragsentwurf wird jetzt ausgearbeitet, und wird von den Mitgliedern abgestimmt. Falls dieser NICHT angenommen wird, wird weiterverhandelt und es kommt möglicherweise dann doch zum Streik.

Wir werden euch über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Eins ist aber klar: Solidarität Heute, Solidarität Morgen, Solidarität für Immer!“

 Der Vorstand des BVB